Defibrillator

Unterstützung der Ersten Hilfe durch Defibrillatoren (AED)

Bei den Erste Hilfe Kästen in der Apostel- und Petruskirche hängt jeweils ein
Automatisierter Externer Defibrillator (AED)!

Diese Geräte befinden sich mittlerweile in jedem Münchner U-Bahnhof und an vielen anderen öffentlichen Orten. Mit ihnen werden Passanten in die Lage versetzt, einem anderen bei plötzlichem Herzstillstand sehr effektiv Erste Hilfe leisten zu können.

Über den plötzlichen Herzstillstand

Der plötzliche Herzstillstand tritt oft ohne Vorwarnung auf, und wenn dies geschieht, ist es oft verheerend. Es kann jedem passieren, jederzeit und überall. Plötzlicher Herzstillstand tritt unabhängig von Alter, Herkunft oder Geschlecht auf und kann in jedem Alter auftreten – bei Kleinkindern ebenso wie bei Senioren.

Die schlichte Wahrheit ist, dass weltweit jedes Jahr fast sechs Millionen Menschen betroffen sind. Mit einer Überlebensrate von fünf Prozent oder weniger ist der plötzliche Herzstillstand für mehr Todesfälle verantwortlich als Brustkrebs, Lungenkrebs, AIDS und Schlaganfall zusammen. Er tritt plötzlich und ohne Vorwarnung auf, wobei 84 Prozent der Ereignisse außerhalb einer medizinischen Einrichtung passieren.

Im Falle eines plötzlichen Herzstillstands ist Zeit der entscheidende Faktor. Eine Studie der American Heart Association zeigt, dass die Überlebenswahrscheinlichkeit nach einem Herzstillstand pro Minute, die zwischen Zusammenbruch und Defibrillation vergeht, um 7-10% sinkt. Nach 10 Minuten sinkt die Überlebensrate bei plötzlichem Herzstillstand typischerweise auf Null. Da ein Krankenwagen in der Regel erst nach dem 10-Minuten-Zeitfenster erscheint, liegt die lebensrettende Hilfe am ehesten in den Händen der Umstehenden.

Automatische externe Defibrillatoren (AEDs) können auch von ungeübten Personen verwendet werden; sie können die Überlebensrate bei plötzlichem Herzstillstand um bis zu 75 Prozent erhöhen, indem innerhalb der ersten Minuten nach dem Herzstillstand ein lebensrettender Schock verabreicht wird. Diese tragbaren Geräte sind teilweise an öffentlichen Plätzen wie Einkaufszentren, Golfplätzen, Unternehmen, Flughäfen, Flugzeugen, Casinos, Kongresszentren, Hotels, Sportstätten und Schulen zu finden. Trotzdem sind AEDs noch nicht überall verfügbar. (Quelle: HeartSine)

Die Defis in unserer Gemeinde

Wir besitzen diese oben angesprochenen AEDs, die dem Ersthelfer klare Anweisungen durch Sprache und Bilder geben, und den Ersthelfer die Sicherheit geben alles richtig zu machen. Sie sind in grauen Kästen untergebracht (s. Bild), die bei den Erste Hilfe Kästen hängen.

In der Tasche, die der Ersthelfer aus dem Kasten holt und zum Patienten bringt, befinden sich

  • der Defibrillator (AED) sowie
  • im hinteren Staufach der Tasche:
    • ein Tuch,
    • ein Einwegrasierer und
    • eine Beatmungsmaske.

WICHTIG!

Ein Defi allein hilft noch keinem. Er unterstützt aber in signifikanter Weise die Bemühungen der Ersthelfer bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung. Deswegen bitten wir Sie, regelmäßig Erste Hilfe Kurse zu besuchen, um das nötige Selbstbewusstsein zur tatkräftigen Hilfe zu haben.

Ein Erste Hilfe Kurs bietet sich an: als Geschenk der Großeltern für einen Führerschein-Aspiranten, als Aktivität mit ein paar Freunden oder als gemeinsame Aktion in unseren vielen gemeindlichen Kreisen und Gruppen. Kurse bieten zum Beispiel die Johanniter an; für Gruppen auch in unseren Gemeinderäumen (Dauer 1 Tag, Kosten EUR 40,- p. P.).

Haben Sie keine Angst davor, etwas falsch zu machen.
Das einzige, was Sie falsch machen können ist…
keine Hilfe zu leisten!

Das beste Lebensretter-Gerät nützt nichts, wenn es nicht verwendet wird.
 
Bild vom Defibrillator(Bild anklicken zur Vergrößerung)
 

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