Die Geschichte des 2. Pfarrsprengels und der Petruskirche
   

Ladenkirche

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Das explosive Wachstum der Stadt München machte auch vor dem ehemaligen Dorf Solln nicht Halt. Nachdem aus der Sollner evangelischen Gemeinde, deren Grenzen zunächst sehr weit gespannt waren, die Kirchengemeinden Fürstenried und Pullach ausgegliedert wurden, entstand Mitte der sechziger Jahre westlich von Alt-Solln die Parkstadt Solln. Die ungewöhnliche Siedlungsdichte in diesem Raum gefährdete den Grundsatz, dass eine Gemeinde überschaubar bleiben muss, wenn sie zur Gemeinschaft werden soll. So blieb eine weitere Teilung unvermeidbar. Ab 1. Februar 1967 wurde eine zweite Pfarrstelle in der Parkstadt errichtet. Da ein Kirchbau in absehbarer Zeit nicht möglich war, wurde für den 2. Pfarrbezirk im Ladenzentrum der Parkstadt im 1. Stock ein Gemeindesaal gemietet, der als gottesdienstlicher Versammlungsraum, bald aber auch zahlreichen Gemeindeveranstaltungen diente.
   

Petruskirche

 

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Gute ökumenische Zusammenarbeit war von Anfang an ein besonderes Kennzeichen des 2. Pfarrsprengels der Apostelkirchengemeinde. 1969 fand ein erster ökumenischer Gottesdienst statt. 1970 konnte die katholische Nachbargemeinde St. Ansgar aus ihrer bisherigen Barackenkirche in ein Gemeindezentrum mit Kindergarten umziehen. Aber eine katholische Kirche fehlte noch, und die evangelische Ladenkirche platzte aus allen Nähten. Am 14. Dezember 1975 konnten beide Gemeinden die Einweihung ihres von Architekt Ernst Maria Lang errichteten Kirchen- und Gemeindezentrums in der Parkstadt Solln feiern – Wand an Wand und mit Türen, die oft gegenseitig durchschritten werden. Am 1. Juli 1984 schließlich erhielt die bisherige "Apostelkirche II" endlich einen eigenen Namen: Petruskirche, in der ein reges Gemeindeleben gedeiht.

Etwas kompliziert: Wir sind die eine Apostelkirchengemeinde München-Solln, welche in zwei Sprengel unterteilt ist, die je eine eigene Kirche haben, eben die Apostel- und die Petruskirche, weshalb die Sprengel auch Apostel- und Petrussprengel genannt werden.