GEMEINDE UNTERWEGS

 


„Ehre sei Gott in der Höhe und auf der Erde Friede den Menschen“(Lukas 2, 14)

Friede auf Erden. Peace on earth. Wie sehr diese Botschaft mit Weihnachten verbunden ist, zeigt das Graffito an der Mauer auf dem Titelbild: Peace on earth steht da auf einem stilisierten Baum, gemalt wie auf Kinderbildern, mit Kugeln an den Spitzen und weiß, wegen des Schnees. Oder weil man mit dem weiß das Graffito darunter übermalt hat. Graffitis verkünden so manches, von „Tom liebt Susi“ bis zu politischen Parolen.
Nicht immer sind sie freundlich.
Aber die universellste von allen ist „peace on earth“. Und sie wird oft an Mauern geschrieben, wenn der Friede auf Erden weit weg zu sein scheint. Eine Erinnerung an eine bessere Welt? Diese Botschaft hat etwas Trotziges an sich, sie trotzt dem, was Menschen auf der Erde so vorfinden: Krieg, Gewalt, Trennungen. Denn Mauern trennen, denken wir an die Berliner Mauer. Und an so manche andere. Diese Botschaft, gesprayt auf eine Mauer, hält an der Vision für eine bessere Welt fest.

Peace on earth. Friede auf Erden, das ist steht in der Mitte des Lobgesangs der Engel, die auftauchen im Himmel über den Hirten im Lukasevangelium, nachdem der eine Engel die Geburt des Retters, des Messias, verkündet hat. „Verherrlichung für Gott in den Höhen und Friede auf Erden den Menschen des Wohlgefallens“ heißt die Botschaft der himmlischen Boten wörtlich übersetzt. Sie erscheinen hier in ganzen Heerscharen, und die Hirten erschrecken zunächst einmal fürchterlich. „Des Wohlgefallens“ heißt es, nämlich des göttlichen Wohlgefallens, das Gott den Menschen hier verkündet, nicht: Den Menschen ein Wohlgefallen. Nein, es geht dem Evangelisten Lukas nicht darum, unter den Menschen Wohlgefühle zu verbreiten, sondern er schreibt mit diesem Satz sozusagen die Überschrift über die Geburt des Menschensohnes.

Und die ist universell. Friede auf der Erde den Menschen. Jene Geburt in Bethlehem betrifft alle Menschen, denn Gott beginnt mit diesem Kind in der Krippe seine neue Schöpfung, seine neue Welt, in der selbst der Tod überwunden werden wird. So haben es schon die Propheten der Bibel verkündet, hunderte von Jahren davor. Eines Tages wird es so sein. Und weil die Menschen, Gottes sterbliche Geschöpfe, das von alleine nicht mitbekommen, muß ihnen das verkündet werden. Die Hirten hätten von alleine ja auch nicht das Kind erkannt. Himmel und Erde kommen in diesem Lobgesang der Engel zusammen, für einen Moment.

Und heute? Friede auf Erde scheint weit weg zu sein, in vielen Ländern zerstören Kriege die Lebensgrundlagen und die Heimat von Menschen. Friedensverhandlungen platzen und Menschen verzweifeln. Umso wichtiger ist, daß die Verkündigung „Friede auf Erden den Menschen“ nicht aufhört. Darum bekommen sie Menschen immer wieder zu hören, in jedem Weihnachtsgottesdienst rund um den ganzen Erdball.

Für uns heißt das: Der Friede hat mit diesem Kind nach Lukas ganz klein begonnen. Er breitete sich aus durch das, was der erwachsene Jesus getan und verkündet hat: Kranke wurden geheilt. Sünder kehrten von ihrem Weg um. Und den Armen verkündete Jesus die gute Botschaft, daß Gott sie liebt. Frieden umzusetzen beginnt auch im ganz Kleinen. Und dazu ruft uns die Feier der Geburt dieses Kindes auf. „Komm und folge mir nach! Geh und tu desgleichen!“ dazu hat Jesus Menschen berufen.

Peace on earth!
Frohe Weihnachten wünschen wir allen!
Ihre Regina Hallmann


Ein neues Kirchenjahr
Liebe Leserinnen und Leser,

mit dem Advent beginnt das neue Kirchenjahr und Sie erhalten diesen Gemeindebrief, der Sie zeitlich auch ins weltliche Neue Jahr begleitet. So ein Jahreswechsel eignet sich für mich immer hervorragend für einen Rückblick auf das, was mir besonders gut gelungen ist, aber auch auf solches, was mir eben nicht so gut gelang. Dabei kann man sich die verschiedensten Fragen stellen. Im Folgenden habe ich Ihnen einmal fünf Fragen aufgelistet, die mich besonders beschäftigen, sowohl im privaten wie auch im beruflichen Kontext.

1. Welche Erlebnisse im Jahr zählen zu den fünf schönsten?
2. Gibt es ein Ereignis, ein persönliches Erlebnis, das mein Weltbild verändert oder nachhaltig geprägt hat?
3. Was hat mich besonders berührt, sowohl im Negativen als auch im Positiven?
4. Was war meine größte Enttäuschung?
5. Und was kann ich jetzt rückblickend Positives darin sehen?

Wenn Sie Lust und Zeit haben, gehen Sie doch diese Fragen einmal für sich durch und spüren diesem Jahr für eine kurze Zeit nach. Unser Gemeindebrief blickt in diesem Jahr auch auf einige Veränderungen zurück. Wir haben viel daran gearbeitet, um uns mit den Rückmeldungen aus der Gemeinde zu verbessern. Viele Menschen haben daran mitgewirkt und dafür sei an dieser Stelle gedankt. Auf den folgenden Seiten finden Sie in dieser Ausgabe unser reichhaltiges Angebot an Kirchenmusik in der Advents- und Weihnachtszeit und die Einladung zur neuen Reihe des musikalischen Ausklangs ab Januar. Sie erfahren, dass Frau Ehring in Elternzeit gegangen ist und dass wir Frau Delia Seiser nach 30 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit nun leider verabschieden.

Ein besonderes Anliegen meinerseits ist die Einladung zum Gottesdienst für „Brot für die Welt“ mit anschließendem Suppenverkauf unserer diesjährigen Konfirmand*innen, sowie die Vorstellung unseres neue Regionalbischofs. Zum Schluss noch eine herzliche Einladung, dieses Jahr nach der Christmette bei Glühwein und/ oder Punsch mit der Evangelischen Jugend zusammen zu kommen. So bleibt mir nur, Ihnen allen eine schöne und besinnlich Advents- und Weihnachtszeit zu wünschen und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.

Ihr Sacha Kuntze


Elternzeit – Pfarrerin Dr. Christina Ehring
In der Elternzeit ist der 0,5-Stellenanteil, den Pfarrerin Dr. Christina Ehring inne hat, nicht besetzt. Das nennt man„Vakanz“. Diese Vakanz wird uns bis Oktober nächsten Jahres als Gemeinde spürbar beschäftigen. Dann wird Pfarrerin Dr. Christina Ehring ihre Tätigkeit wieder mit Freude aufnehmen. Danken möchte ich allen Mitarbeitenden für ihren jeweiligen Einsatz, besonders auch allen Mitarbeiter*innen in der Kinderkirche, die Großartiges leisten! Herzlichen Dank auch an alle, die Gottesdienste übernehmen und bei Kasualien mithelfen! Gemeinsam sind wir Gemeinde mit den unterschiedlichen Gaben, Fähigkeiten und Aufgaben mit dem Ziel, das Evangelium im Stadtteil und in der Welt zu verbreiten.Sie möchten sich in unserer Kirchengemeinde engagieren?
Sprechen Sie uns an.


Und noch ein Aschied....

Delia Seiser hat über 30 Jahre lang in der Apostelkirche mitgearbeitet, zuerst lange Zeit im Kindergottesdienst und in der Kinderkirche, aber nicht nur dort.
Sie hat sich bei Gemeindefesten engagiert, war im Gebetskreis, der ihr wichtig war, und hat bei vielen Aktionen der Gemeinde mitgemacht und mitgeholfen und war auf ihrer ruhige zurückhaltende, immer freundlichen und zuverlässige Art in vielen Bereichen unentbehrlich. Besonders am Herzen lag ihr der „Miteinanderkreis“, den sie gegründet hat und viele Jahre leitete. Viele Menschen fanden dort eine Art geistliches Zuhause, Gesprächspartner, Wegbegleiter.
Jetzt zieht Delia Seiser nach Berlin in die Nähe ihrer Kinder. Wir danken Delia Seiser sehr herzlichfür ihr großes Engagement und vermissen sie sehr!
Wir wünschen ihr, daß sie in ihrer neuen Kirchengemeinde in ihrem Stadtteil in Berlin wieder eine geistliche Heimat findet und viele Gelegenheiten, sich mit ihren Gaben einzubringen!
Regina Hallmann


Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler geht in den Ruhestand

Liebe Gemeindemitglieder des Kirchenkreises München und Oberbayern,

das Ende meiner Amtszeit als Regionalbischöfin und Ständiger Vertreterin des Landesbischofs ist in Sichtweite. Ich möchte mich bei Ihnen für das bedanken, was wir in den letzten zwei Jahrzehnten gemeinsam erlebt haben. Besonders dankbar bin ich für die wunderbaren Begegnungen in Gottesdiensten jeglicher Art, bei Gemeindefesten, bei kulturellen oder politischen Veranstaltungen und so vielem anderen mehr. Sie, liebe Schwestern und Brüder, sind der Grund für mich, warum ich mit einer gewissen Wehmut Abschied nehme. 

1. Korinther 12, 26:
Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit, und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit.
Dieser Vers aus einem der wichtigsten und schönsten paulinischen Passagen über die Gemeinde spiegelt für mich die Verbundenheit mit Ihnen bildlich wider. Wir, als Gemeinde, als einzelne Glieder des Leibes Christi, stehen in Verbindung zu einander. Diese innige Verbindung hat mich durch meine Amtszeit getragen. Der Zukunft gehe ich beschwingt entgegen. Auch nach meiner Amtszeit warten viele neue, aufregende Aufgaben auf
mich. So Gott will, bleibe ich aktiv - und wir werden uns bei den unterschiedlichsten Anlässen wiedersehen. Die Verbindung zwischen uns als Kinder Gottes bleibt bestehen. Ich blicke mit Zuversicht und Freude auf das, was kommt. Ihnen allen wünsche ich von Herzen Gottes reichen Segen. Vergelt‘s Gott für das, was ich durch Sie und mit Ihnen erfahren, lernen, mitfühlen und an Freude erleben durfte.

Ihre
Susanne Breit-Keßler


 Nürnberger Dekan Christian Kopp wird neuer Regionalbischof in München und Oberbayern

Christian Kopp (54) wird neuer Regionalbischof im Kirchenkreis München und Oberbayern. 

Er wird seinen Dienst am 1. Dezember 2019 antreten als Nachfolger von Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, die zum 30.11.2019 in den Ruhestand tritt.
Christian Kopp, gebürtiger Regensburger, war von 2003 - 2012 Pfarrer an der St. Georgskirche in Nürnberg-Kraftshof. Seit September 2013 ist er Dekan im Dekanatsbezirk Nürnberg-Süd. Er ist verheiratet mit Pfarrerin Julia Rittner-Kopp. Christian Kopp sagt zu seinem neuen Amt: „Ich freue mich sehr auf die Arbeit im großen Kirchenkreis München und Oberbayern. Mich prägt der Respekt vor den Lösungen, die andere gefunden haben, und die Überzeugung: Gemeinsam geht es besser. In meinen bisherigen Begegnungen habe ich an vielen Orten in Oberbayern eine lebendige und phantasievolle evangelische Kirche wahrgenommen. Intensiv pflegen möchte ich weiter den guten Kontakt zu den Geschwistern in der Ökumene und den anderen Religionsgemeinschaften.“ Der Kirchenkreis München und Oberbayern umfasst 12 Dekanate mit insgesamt 150 Kirchengemeinden.
(aus der Pressestelle der Landeskirche)


 Langzeitarbeitslosigkeit isoliert

und grenzt ausMenschen, die trotz der verbesserten Lage auf dem Arbeitsmarkt keine feste Stelle finden und in der Lang-zeitarbeitslosigkeit verharren, benötigen in besonderem Maße Unterstützung. In unseren Beschäftigungsinitia-tiven erhalten Jugendliche, junge Erwachsene, aber auch älteren Menschen die Chance, sich beruflich zu qualifizieren und besser in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Eine besondere Zielgruppe sind Menschen mit einer Fluchtgeschichte. In verschiedenen Projekten erlernen sie fehlende Kompetenzen und Qualifika-tionen, die für ein dauerhaftes Arbeitsverhältnis von großer Bedeutung sind. Damit diese Hilfen für Arbeitslose und alle anderen Leistungen der Diakonie auch weiterhin angeboten werden können, bitten wir bei der Frühjahrssamm-lung vom 23. bis 29. März 2020 um Ihre Spende.
Herzlichen Dank

20% der Spenden an die Kirchengemeinden verbleiben in den Kirchengemeinden für die diakonische Arbeit vor Ort.45% der Spenden an die Kirchengemeinden verbleiben direkt im Dekanatsbezirk zur Förderung der diakonischen Arbeit.35% der Spenden an die Kirchengemeinden werden an das Diakonische Werk Bayern für die Projektförderung in ganz Bayern weitergeleitet.

Weitere Informationen zu den Hilfen für Arbeitslose erhalten Sie im Internet unter www.diakonie-bayern.de, bei Ihrem örtlichen Diakonischen Werk sowie beim Diakonischen Werk Bayern,
Frau Efthymia Tsakiri,
Tel.: 0911/9354-430
tsakiri@ diakonie-bayern.de
Die Diakonie hilft. Helfen Sie mit.
Spendenkonto: DE20 5206 0410 0005 2222 22
Stichwort: Frühjahrssammlung 2020