Impulse & Berichte


Liebe Gemeinde,

Pfarrer Christoph Grötzner "Jetzt ist Sommer, egal ob man schwitzt oder friert, Sommer ist, was in deinem Kopf passiert." singen die Wise Guys in ihrem Hit: "Jetzt Ist Sommer". Recht haben sie. Jetzt ist "Sommer" und es ist entscheidend, "was in unseren Köpfen passiert". Das hat viel mit den Inhalten dieser GU-Ausgabe zu tun.
Wir können uns selbst betrauern: Alles wird in unserer Gemeinde anders. Jetzt geht auch noch KMD Ernst Hagerer in den Ruhestand. Mein Kopf sagt mir: Was war das für ein großartiges Schaffen von Ernst Hagerer, seinen Chören. Der Dank überwiegt. Das ist Kopfsache.
Weinen und Klagen ist angesagt, wenn wir die vielen Unwetterkatastrophen betrachten, die auch in unserem Land Landschaften verwüsten, Existenzen und Ernten zerstören, Menschenleben fordern, …
Und hoffentlich löst dies alles in unseren Köpfen aus, dass wir andere Lebenskonzepte benötigen.
Pfarrer:innen, Diakon:innen, Religionspädagog: innen gibt es immer weniger. Im Jahr 2030 werden cirka 40% weniger Menschen in kirchlichen Berufen arbeiten. Das ist "erdrutschartig". Wie sind wir auch in Zukunft lebensbejahend und fröhlich Kirche? Entscheidend ist: Vertrauen in die Liebe, die uns alle trägt, egal was kommt.
Bei allen Abschieden und Veränderungen das "Trotzdem"! Alles vergeht, aber die Liebe nicht! Bestand hat, gehalten zu sein in der allumfassenden Liebe. Kopfsache ist‘s wohl, sich dafür zu entscheiden, dieses "Gehalten-sein" füreinander und miteinander exemplarisch zu leben. Das ist Kopfsache, eine Entscheidung. Zur Veränderung in unserer Gemeinde gehört auch: Frau Jenny Claus. Sie wird in Zukunft als Pfarramtssekretärin in unserer Gemeinde wirken. Herzlich willkommen! Ich freue mich auf Sie und bin sehr auf Sie gespannt.
Leben ist Veränderung. Wie dankbar bin ich, als Kind der Nachkriegszeit, für Veränderungen, dass der Nationalsozialismus mitsamt seiner Menschenverachtung überwunden ist (wenn ich das schreibe werde ich vorsichtig). Hell wach bin ich, denn es ist wichtig, was in den Köpfen passiert. Es kommt auf Dich und mich an, auf unser Vertrauen, auf unsere Hoffnung, auf unsere Liebe, die Köpfe und Herzen erreicht. Entscheidend ist, was in Deinem Kopf passiert!

Ihr Christoph Grötzner


Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn.

Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum
Bilde Gottes schuf er ihn. Damit begründet die Bibel die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens. Wer einem Menschen Gewalt antut, vergreift sich am Ebenbild Gottes.

Nach den schrecklichen Erfahrungen der NS-Diktatur kam dieser Gedanke in unsere Verfassung: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Und es gibt diesen Gedanken schon länger in vielen Verfassungen dieser Erde, z.B. in der "Declaration des droits de l´homme" der französischen Revolution von 1789 und in "All men are created equal" in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung im Jahr 1776.

Warum wir diesen Gedanken zum Leitthema der Herbst-Ausgabe dieses Gemeindebriefes gemacht haben? Wir dachten an den 9. November. Das war ein Tag, an dem Menschen in unserem Land Gewalt und Verfolgung erlitten in der Pogrom-Nacht im Jahr 1938. Synagogen wurden niedergebrannt, Menschen wurden in KZs verschleppt. Mit diesem Datum begann die systematische Verfolgung und Vernichtung von Menschen jüdischen Glaubens.

51 Jahre später war der 9. November ein Tag, an dem eine andere Generation sich befreien konnte von der Macht eines unterdrückerischen Systems und an dem "die Mauer" fiel, die das Land so lange zweigeteilt hatte.
An beiden Ereignissen ging es um die Menschenrechte und die Menschenwürde.

Der November ist ein besonderer Monat. Wir denken an die ganz großen Dinge: An die Verstorbenen – katholische Christen am Anfang des Monats, evangelische am Ende. In vielen Gemeinden feiern wir die Friedensdekade mit Andachten. Wir halten inne am Buß- und Bettag.
Und eben auch an den Gedanken der Menschenwürde und daran, dass nach der Bibel jedes Menschenleben geheiligt ist, weil es dem Bild des Schöpfers entspricht.

Und dass wir uns deswegen nicht mit Krieg und Gewalt und Unterdrückung abfinden. Und damit, dass Menschen auf der Flucht im Meer ertrinken. Und nicht mit Not und Armut.
Der November erinnert uns an die ganz grundsätzlichen Dinge.

Ihre Regina Hallmann


Neues aus dem Kirchenvorstand

Seit der letzten Ausgabe der GU haben den Kirchenvorstand zahlreiche wegweisende Themen beschäftigt, in die wir Ihnen in diesem Artikel ein paar Einblicke geben möchten.

• Eine neue Heizung für die Apostelkirche

In unserer Sitzung im Juli haben wir den Gebäudeausschuss damit beauftragt, den Einbau einer neuen Heizung in der Apostelkirche voranzutreiben, da die Warmluftheizung, mit der die Kirche bisher beheizt wurde, leider irreparabel ist. Mit den Arbeiten muss in den nächsten Wochen begonnen werden, damit die Heizung rechtzeitig vor dem Beginn der Heizperiode in Betrieb genommen werden kann. Für welche Heizung wir uns entschieden haben, werden Sie noch über ein gesondertes Infoblatt erfahren. Da der Einbau mit nicht unerheblichen Kosten in Verbindung steht, bitten wir herzlich um Ihre Spenden für die neue Heizung.

• Nachfolge für unseren Diakon

Gemeinsam mit Vertreter:innen der evangelischen Jugend sowie der Andreaskirche und der Jakobuskirche arbeiten wir aktuell daran, eine Stelle für die Kinder- und Jugendarbeit zu schaffen. Die Stelle soll auf Prodekanatsebene angesiedelt werden und einen Auftrag für die Kinder- und Jugendarbeit der Subregion bekommen. Neben gemeinsamen Angeboten soll auch die Arbeit in den Gemeinden unterstützt und gefördert werden. Die Stelle wird nicht prozentual auf die einzelnen Kirchengemeinden aufgeteilt, sondern arbeitet nach Bedarf. So kann jede Gemeinde den größten Nutzen aus der gemeinsamen Arbeit ziehen. Das zugrundeliegende Konzept für die Stelle liegt aktuell den Gremien der beteiligten Gemeinden zur Abstimmung vor.

• Gottesdienste und Mesnerdienst in der Petruskirche

Nach einer langen pandemiebedingten Pause gibt es seit Ende Juni auch wieder Gottesdienste in der Petruskirche. Wir konnten Frau Roman, die Mesnerin der Apostelkirche, auch für den Mesnerdienst in der Petruskirche gewinnen. Alle Mesnertätigkeiten, die während des Gottesdienstes und unmittelbar nach dem Gottesdienst anfallen, werden dankenswerterweise von den Gemeindemitgliedern übernommen. Herzlichen Dank dafür!

• Verabschiedung unserer Pfarramtssekretärin Sigrid Becker

Die Abschiede nehmen kein Ende. Am 18.07.2021 wurde unsere langjährige Pfarramtssekretärin Sigrid Becker in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Ein eigens gebildeter Personalausschuss des Kirchenvorstands hat bereits eine Nachfolgerin gefunden. Ich danke Sigrid Becker an dieser Stelle nochmals herzlich für ihre Tätigkeit für und in unserer Gemeinde!

• Bergfest

Der aktuelle Kirchenvorstand kann bereits sein Bergfest feiern. Mehr als die Hälfte der Amtszeit ist vorüber und wir werden in den nächsten Wochen zurückschauen und Prioritäten für die restliche Amtsperiode setzen.

• Suche nach Helfer:innen

Last but not least möchte ich an dieser Stelle zur Mitarbeit in unserer Gemeinde aufrufen. Wir suchen dringend Mitarbeitende, die sich vorstellen können, ab und zu den Einlass- und Hygienedienst zu Beginn des Gottesdienstes zu übernehmen und die sich im Technikteam engagieren, welches für die Übertragung der Gottesdienste zuständig ist. Wir haben natürlich auch noch weitere zahlreiche Aufgaben, für die wir immer wieder Helfer:innen suchen. Melden Sie sich bei Interesse gerne im Pfarrbüro.

Herzlichen Dank!

Cornelia Albert


Apostelkirche: Mütter und Väter des Glaubens

Zur langen Nacht der Kirchen laden Sie in diesem Jahr die vier Sollner Kirchen am 1. Oktober ein. In der „Apostel“-Kirche animieren wir Sie dazu, Ihre eigenen Mütter und Väter Ihres Glaubens ausfindig zu machen, sie zu würdigen und zu ehren. Wer hat Sie auf die Spur Ihres Gottvertrauens gesetzt? Wie kam es, dass Sie von Jesus dem Christus erfuhren? Lassen Sie sich überraschen, wie unsere Kirche ein würdiger Ort für alle diese Frauen und Männer werden kann.

Der Start in der Apostelkirche ist um 18:00 Uhr.


Jenny Claus

herzlich willkommen. Als geschäftsführender Pfarrer der Kirchengemeinde freue ich mich sehr auf Sie. Alle Kontakte, die wir bisher hatten, stimmen mich sehr zuversichtlich, dass unsere Kirchengemeinde mit Ihnen eine sehr gewinnende, achtsame, offene und wertschätzende Mitarbeiterin gewonnen hat. Im Zentrum unserer Kirchengemeinde werden Sie vielen Menschen in den unterschiedlichsten Lebenslagen begegnen. Von der Wiege bis zur Bahre, wie man so sagt und allem, was in einer Kirchengemeinde so dazwischen liegt. Zusammen mit dem Team der Kirchengemeinde wünsche ich Ihnen einen guten Einstand und viel Freude am gemeinsamen Gestalten. Zum Gottesdienst, an dem ich Frau Jenny Claus der Gemeinde vorstelle und sie für ihren Dienst segne, gestaltet von Pfarrer Andreas Ebert, am 26. September um 10:30 Uhr in der Apostelkirche, lade ich Sie, die Leser:innen, herzlich ein.

Ihr Christoph Grötzner

Jenny Claus

Hallo –

ich bin die Neue!
Mein Name ist Jenny Claus und ab dem 01. September werde ich als neue Pfarrsekretärin das Team der Apostelkirche verstärken.

Ich wohne mit meiner Familie schon seit 10 Jahren in Solln und bin schon immer ein Teil der Gemeinde, nun habe ich die Möglichkeit mich noch mehr einzubringen. Ich freue mich auf neue Begegnungen und die neue Aufgabe. Nehmen Sie gern Kontakt mit mir auf.
Herzliche Grüße, Jenny Claus


Personalien: Glück teilen

Glück teilen


Herbstsammlung Diakonie Bayern

„Gemeinsam Wege finden“. Es wird gesammelt für ambulante Hilfen zur Erziehung in der Kinder- und Jugendhilfe. In schwierigen Lebenssituationen können Familien diese Hilfen in Anspruch nehmen mit dem Ziel, die Kinder in ihrer vertrauten Umgebung zu lassen, die Familien insgesamt zu stärken und alle Kräfte und Möglichkeiten im Umfeld mit einzubeziehen.

Spenden können Sie
• In unseren Pfarrbüros
• Beim Diakonischen Werk Bayern,
Evangelische Bank eG
IBAN: DE20 5206 0410 0005 2222 22

• Spendenhotline: 0800 7005080


Grüner Winkel – schwarzer Winkel: Berufsverbrecher. Asozial.

Vortrag von Karla Steeb,
Freiwillige in der Versöhnungskirche in der Gedenkstätte des Konzentrationslagers Dachau,
am Samstag, den 11. Dezember um 19:00 Uhr in der Petruskirche / Gemeindesaal

Die Familie lebte in der Au, dem Stadtteil von München, wo noch in den 20er, 30er Jahren die Ärmsten der Armen lebten. Fünf Kinder, kaum ein Einkommen. Um mal Fleisch auf den Tisch zu bringen, fuhr der Vater mit dem Fahrrad an den Stadtrand, in die Wälder, und wilderte. Er wurde erwischt. Und bekam eine Gefängnisstrafe.

Davon geht aber Armut nicht weg. So wilderte er wieder. Und kam ins KZ Dachau. Und nicht wieder raus. Berufsverbrecher.

Der Mutter nahm man die Kinder weg. Begründung: Sie werden nicht im Sinne Hitlers erzogen. Sie kamen in verschiedene Heime. Erst nach dem 2. Weltkrieg fanden sie sich wieder.

Nur von dem Vater fehlt bis heute jede Spur, kein Grab, nichts.

Eine Geschichte, die ich in Solln erzählt bekam.

Und noch eine Geschichte:

Sein Beruf sei Schriftsteller, sagte er. Sein Problem war, wie man heute sagen würde, eine Alkohol-Suchterkrankung. Damals sagte man „Säufer“. Sie wiesen ihn in den Entzug ein, in eine Anstalt im Osten von München. Mehrmals. Und dann als „Arbeitszwang-Gefangenen“ in das KZ Dachau. Mit dem schwarzen Winkel: Asoziales Element, hieß das.
Die sogenannten „Asozialen“ waren selbst unter den Häftlingen geächtet. Politische Gefangene z.B. waren untereinander organisiert und konnten sich gegenseitig helfen. Wer den schwarzen Winkel trug, stand ganz am Rand.
Er wurde dann in das KZ Mauthausen überstellt. „Mordhausen“ nannten die Häftlinge diesen Ort. Ein Jahr später starb er dort, an Hunger, an Entkräftung, vielleicht an Gewalt. Er wurde keine 50 Jahre alt.

Auch diese Geschichte spielte anfangs in Solln.

Sie blieben auch nach der Nazi-Zeit ausgegrenzt. Für „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ gibt es bis heute kaum Entschädigung, es gibt keine zentrale Gedenkstätte. Nach dem Krieg schwiegen die meisten von ihnen aus Scham.

Inzwischen setzt ein Umdenken ein: Kein Mensch war zu Recht im KZ der Nazis. Opfer auszugrenzen geht nicht.

Karla Steeb, die gerade ein Freiwilligen- Jahr in der Evangelischen Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau absolviert, hat sich in die besondere Thematik „grüner Winkel / schwarzer Winkel“ als Forschungs-Schwerpunkt eingearbeitet.

Kennzeichentafel
Copyright: Kennzeichentafel für Schutzhäftlinge,
10.9.1.134, ITS Archive, Arolsen Archives.


Wir konnten sie für einen Vortrag am Samstag, den 11. Dezember um 19:00 Uhr in der Petruskirche / Gemeindesaal gewinnen – falls die Pandemielage im Dezember das erlaubt.
Herzliche Einladung!

Ihre Pfarrerin Regina Hallmann


Kirchenmusikdirektor Ernst Hagerer geht in den Ruhestand

Ernst Hagerer – DIE kirchenmusikalische Institution unserer Kirchengemeinde – geht in den Ruhestand. 45 Jahre kirchenmusikalisches Schaffen und Wirken. Wer in dieser Kirchengemeinde 50 Jahre alt ist, kennt es einfach nicht anders. Kantorei, Kammerchor, Jugendchor, Kinderchor, Bläserchor, Blue Harmonists, Sollner Trio, Orgelkonzerte, fulminante Kirchenkonzerte … Keiner hat sich wie Ernst Hagerer in die Geschichte dieser Kirchengemeinde eingeschrieben, und damit in die Herzen von Männern, Frauen und Kindern, ob sie nun aktiv mitwirkten oder sich beschenken ließen von unglaublich schöner Musik. E_Hagerer Ich schätze seine Herzlichkeit, seine Mitmenschlichkeit, seine Freundlichkeit, sein Schaffen so ganz ohne Starallüren. Offen, zugänglich, herzensgut mitgestaltend, mitfühlend, leidenschaftlich ... Sie ergänzen die Attribute bitte selbst. Ein fester Bestandteil im Team, Dichter so mancher Verse, Komponist und verlässlicher Partner im Team.
Man darf sich schon fragen, ob es ohne ihn so viel Energie für die wunderbare Stiftung „Zukunft Apostelkirche“ gegeben hätte. Man darf sich schon fragen, ob es ohne ihn die fulminante Unterstützung durch den Verein der Sollner Sonntagskonzerte gäbe. Man darf sich schon fragen, ob es ohne ihn die Bereitschaft gegeben hätte, die Orgel in der Apostelkirche so weiter zu qualifizieren. Und wie viele Menschen haben durch ihn Zugang zu großer Musik bekommen, auch ganz professionell.

Es gilt Abschied zu nehmen. Dies werden viele, viele Abschiede werden. Dazu gehört das Halleluja aus dem Messias von Händel und am 5. Dezember der Abschied mit dem Gottesdienst und mit dem anschließenden Empfang.
Hab Dank, Ernst, für all das, was Du uns und unserer Kirchengemeinde geschenkt hast!

Christoph Grötzner

Nun ist es also soweit.

Nun ist es also soweit. Nach über 40 Jahren als Kantor an der Apostelkirche geht Ernst Hagerer in den Ruhestand. Seine Tätigkeit ist fest mit dem „Verein Sollner Sonntagskonzerte e.V.“ verknüpft. Der Verein wurde vor genau 30 Jahren gegründet, um die musikalische Arbeit an der Apostelkirche finanziell zu unterstützen. Die Mitglieder des Vereins steuern durch ihren Beitrag einen wesentlichen Teil dazu bei, dass in der Apostelkirche seit Jahrzehnten auf hervorragendem Niveau Konzerte gegeben und Gottesdienste musikalisch begleitet werden können. Mit der geleisteten Unterstützung können immer wieder Orchester und Solisten von Weltrang nach Solln geholt werden.

E_Hagerer Die Gründung des Vereins war geleitet von dieser Idee und er hat heute etwa 130 Mitglieder. Für die Kirchengemeinde und die vielen Musikgruppen, insbesondere aber den Chor der Apostelkirche, wurde damit ein Traum Wirklichkeit. Auch aufwändige Projekte konnten finanziell solide abgesichert werden. Ohne die Person Ernst Hagerer wäre dies alles nicht denkbar gewesen. Sein außerordentliches persönliches Engagement, seine exzellente musikalische Arbeit und seine hervorragende Vernetzung waren wichtige Voraussetzungen dafür, dass die Kirchenmusik an der Apostelkirche eine Strahlkraft entwickeln konnte, die weit über unsere Kirchengemeinde hinauswirkt und Anklang findet. Es erfüllt mich persönlich mit Dankbarkeit, dadurch so zahlreiche wunderbare spirituelle Momente erlebt zu haben.

Umso mehr verknüpft der Verein Sollner Sonntagskonzerte e.V. mit einer hoffentlich zeitnahen Nachbesetzung der Kantorenstelle die Hoffnung, dass die gewachsenen Strukturen an der Apostelkirche, als deren Teil sich der Verein versteht, auch in der Zukunft wirksam werden können. Dir, lieber Ernst, wünsche ich persönlich und im Namen des Vereins Sollner Sonntagskonzerte e.V. von Herzen alles Gute für Deine Zukunft. Und herzlichen Dank dafür, dass Du ehrenamtlich für einige Monate Deine Tätigkeit fortsetzen wirst.

Dr.-Ing. Jörg Rehm


Die Stiftung „Zukunft Apostelkirchengemeinde Solln“

wurde am Reformationstag des Jahres 2008 für die gesamte Gemeinde gegründet und dient laut ihrer Satzung der Förderung aller kirchengemeindlichen Aufgaben unserer Gemeinde. Insbesondere ist dies die Unterstützung der Kirchengemeinde zur Erhaltung der hauptamtlichen Kantorenstelle. Auslösendes Moment war die Kürzung der landeskirchlichen Zuschüsse zur Bezahlung dieser Stelle. Dies unserem verehrten Kantor Ernst Hagerer zuzumuten, ging natürlich nicht, zudem drohte dadurch unser Leuchtturm Kirchenmusik quasi einzustürzen. So entstand die Idee, hier eine nachhaltige Lösung zur Unterstützung dieser Stelle zu finden und eine Stiftung zu gründen. Im Namen der Stiftung danke ich Herrn Hagerer herzlichst für seine Tätigkeit in unserer Gemeinde und auch sehr für die maßgebliche Unterstützung der Stiftung durch u. a. Werbung und Benefiz-Konzerte. Wir wünschen Ernst Hagerer für seinen wohlverdienten Ruhestand alles Gute und Gottes reichen Segen.

Matthias Doepner
Stiftungsvorstandsvorsitzender