Kinder & Familie

Kinder in der Pandemie

„Am liebsten würde ich Corona eine reinboxen“

… sagt Ahmad*, als er um 14 Uhr - wie jeden Dienstag - auf meinem Handydisplay erscheint. Die Pandemie aus unserem Leben boxen – das würden wir alle gerne. Das Virus trifft unsere Gesellschaft hart. Doch Kinder, die schon im geregelten Schulbetrieb zu kämpfen haben, trifft es ungleich härter. Als ehrenamtliche Lernbegleiterin des Samberger Schulprojekts, das der Evangelische Verein auf die Beine gestellt hat, sehe ich meine Schützlinge normalerweise im Klassenzimmer. Ahmad und ich hatten uns zu Beginn des Schuljahres 2020/21 zwei Mal getroffen, da schwappte die zweite Welle über uns. Persönlicher Kontakt? Kinder in der Pandemie Fehlanzeige! Stattdessen stellten die Verantwortlichen des Schulprojektes in Zusammenarbeit mit der Direktorin Frau Sattler auf digitale Betreuung um. Zoom, Teams und jetzt noch Jitsi? Offen gesagt hielt sich meine Begeisterung anfangs in Grenzen. Kann man so Wissen vermitteln und ein Vertrauensverhältnis zum Kind aufbauen?
Man kann – und zwar besser, als ich es je für möglich gehalten hätte. Die Schule hat mir die Bücher zur Verfügung gestellt. So reden wir nicht aneinander vorbei und können genau absprechen, welche Aufgaben wir bearbeiten. Manchmal ist von beiden Seiten auch Improvisationstalent gefragt. Ich bin kein Technik-Genie und halte auch mal eine beschriftete Karteikarte in die Kamera. Ahmad navigiert wie in einer Fernseh-Show, bis er das Geschriebene unfallfrei lesen kann. Ich freue mich jede Woche, wenn sein fröhliches Gesicht auftaucht und wir uns gegenseitig fragen, ob alles in Ordnung ist. So beendet er auch meist unser Meeting: „Bleiben Sie gesund!“ Manchmal hält er nur seine Hand ins Bild - High Five! Ich kenne mittlerweile drei von Ahmads Geschwistern, weil sie mal bei mir „reinschauen“, wenn sie durchs Bild laufen. Sein jüngster Bruder hat mir auf diesem Weg seine Lieblings- Chips empfohlen - so viel Zeit muss sein. Manche Kinder schalten lieber die Kamera aus. Auch das ist ok! Der Satz „Ich habe es noch nicht verstanden“ kommt leichter über die Lippen, wenn man dabei keinen Blickkontakt halten muss. Vor kurzem hat Ahmad mich nach einer gut gelösten Aufgabe gefragt: „Bist Du jetzt stolz auf mich?“ Mein spontanes „Total!“ hat ihn hoffentlich gefreut. Für mich war seine Frage die beste Motivation, digital weiter zu machen, bis wir Corona endlich „weg geboxt“ haben. (*Name geändert)

Sabine Schwinde


Kinder in der Pandemie

Kindergruppen LogoSpielgruppe in Pandemie-Zeiten: Eine Chronologie der Improvisationskunst

Im Februar vor einem Jahr, ich weiß es noch genau, nahm ein Orkan Kurs auf uns. Sabine hieß der verheerende Sturm und seine Vorboten waren unheimlich. Unsere Spielgruppe musste geschlossen bleiben – ein Novum. Angespannt wartete man auf den ganz großen Sturm. Er blieb aus - Entwarnung und Rückkehr zum Alltag.

Rund einen Monat später erreichten uns die ersten Ausläufer eines ganz anderen Sturms. Dieser trug den befremdlichen Namen SARS COVID-2 und tobte seit ein paar Wochen im fernen Asien. Dort würde er bleiben und bald zur Ruhe kommen, dachten wir.

Wir alle wissen: Dem war und ist nicht so. Das Corona-Virus treibt noch heute sein grausames Spiel mit uns. Viele, viel zu viele sind ihm zum Opfer gefallen. Bei solch zarten Pflänzchen wie unseren Spielgruppenkindern kann das Virus offenbar keinen großen Schaden anrichten. Unmittelbar leiden jedoch auch die Kleinsten unter Corona.

Vergangenen März musste unsere Spielgruppe erstmals komplett schließen. In unserem schönen Raum herrschte Mitte Juni eine nie da gewesene, unheimliche Stille. Seitdem gibt der Inzidenzwert den Takt vor. Wir bewegen uns in einem Kindergruppen engen Korridor zwischen „eingeschränktem Regelbetrieb“, Notbetreuung und totaler Schließung.

Nach über einem Jahr Pandemie ist unsere Gruppe eine andere geworden. Während der Schließzeiten schicken wir täglich Post: Geschichten, Lieder, Basteltipps, Gedichte und viele Fotos und selbst gedrehte Filme flitzen durch die Leitungen. Der Stuhlkreis findet via Zoom statt. So manches Bastelset und Geschenk tragen wir persönlich aus. Zurück kommen Fotos und kleine Nachrichten. So bleiben wir verbunden.

Im Hintergrund läuft viel Organisatorisches: Studieren von Nachrichten, Kampf mit Gesetzestexten und Verordnungen, unzählige Telefonate mit Verantwortlichen von Kirchengemeinde und Vereinsvorstand. Erstellen von Hygienekonzepten und zahlreichen Elternbriefen. Schreiben und Umsetzen von Betreuungskonzepten, Eingewöhnungsplänen, Putzplänen ...

Fazit und Ausblick
Der Sturm Corona tobt weiter. Doch wir sind nicht untergegangen. Im Gegenteil: Dank der großartigen Solidarität aller Beteiligten haben wir Aufwind bekommen. Spätestens seit dem ersten Zoom-Infoabend ist die Warteliste für kommendes Jahr gut gefüllt.

Wir sagen Danke!
Hilde Konle, Leitung Kindergruppen


Krabbelgottesdienst

Krabbelgottesdienst Einmal im Monat feiern wir sonntags um 9:30 Uhr an der Apostelkirche „Krabbelgottesdienst“ mit Kindern von 0-6 Jahren und ihren Familien. Der Gottesdienst dauert ca. 30 Minuten. Wir singen einfache Lieder und erzählen eine biblische Geschichte zum Mitmachen in kleinkindgerechter Sprache. Nächste Termine: 13. Juni 2021 und 18. Juli 2021
Wichtig: Der Krabbelgottesdienst findet immer draußen im Garten und nur bei einem 7-Tage-Inzidenzwert unter 50 statt.


Kindergottesdienst jeden Sonntags um 10:30 Uhr

Jeden Sonntag um 10:30 Uhr, parallel zum großen Gottesdienst, feiern wir Kindergottesdienst in der Apostelkirche (nicht in den Pfingstferien). Am 13. Juni treffen wir uns nach der langen Zeit der zoom-Kindergottesdienste zum ersten Mal wieder vor Ort! Wir beginnen mit den Erwachsenen in der Kirche und gehen dann in den Garten oder bei Regen in den großen Saal.
Im Kindergottesdienst hören wir eine Geschichte aus der Bibel, singen und beten, sehen Freunde und schöpfen Kraft für die kommende Woche. Ihr seid herzlich willkommen! (Altersempfehlung: ca. 5-12 Jahre)


In der Kinderkirche mitarbeiten

Krabbelgottesdienst Haben Sie Lust, im ehrenamtlichen Team unserer Kinderkirche mitzuarbeiten? Jede und jeder ist willkommen!
Tätigkeiten der Kinderkirche sind:

• Vorbereitung und Leitung der Krabbelgottesdienste
• Leitung und Mitarbeit im Kindergottesdienst
• Organisation des Krippenspiels und der Feste (Tauferinnerung, Erntedank, St. Martin)
• Gestalten und Dekorieren der Bibelgeschichten- Fenster
• Musikalische Begleitung der Kinderund Krabbelgottesdienste
• für Ordnung sorgen in den Materialschränken und in der Requisite

Die Möglichkeiten, sich mit den eigenen Interessen und Fähigkeiten einzubringen, sind vielfältig. Wir freuen uns auf Sie!


Spenden für die Kinderkirche
Durch den Osterbrief, den wir während des Lockdowns an alle Familien mit Kindern verschickt haben, und durch den Krippenspiel-Film haben wir in diesem Jahr höhere Ausgaben als sonst. Wir freuen uns daher über jede Spende! (Verwendungszweck: „Kinderkirche“)

E-Mail-Verteiler der Kinderkirche Aktuelle Informationen zu den Angeboten der Kinderkirche verschicken wir regelmäßig über unseren E-Mail-Verteiler. Anmeldung zum Verteiler über: christina.ehring@elkb.de


Kindergruppen in der Apostelkirche

Die Eltern-Kind-Gruppe

Gänseblümchen-Gruppe
Dienstag von 9:00-11:00 Uhr

Spatzen-Gruppe
Mittwoch von 9:00-11:00 Uhr

Leitung: Karin Seige,
karin.seige@web.de,
Tel. 0163 4134961

Spielgruppe ohne Eltern

Schwalbengruppe
Montag bis Donnerstag
von 8:30-11:30 Uhr
Die Tage sind variabel buchbar.

Betreuer: Hilde Konle, Ingrid Starke, Karin Seige
Ansprechpartnerin: Hilde Konle,
hildegard.konle@elkb.de,
Tel. 0171 7843281

Kosten: monatlich 33€ pro Vormittag
plus einmalig 25€ Aufnahmegebühr
Ort: Gemeindehaus der Apostelkirche,
Konrad-Witz-Straße 17

Anmeldungen werden jederzeit entgegengenommen. Wir sind trotz der aktuellen Einschränkungen durch Corona für unsere Familien da.

Mehr Infos zu den Kindergruppen finden Sie hier: www.diakonie-solln.de


Familienwochenende in Benediktbeuern

Vom 8. - 10.10.2021 soll das diesjährige Familienwochenende für alle Mitwirkenden der Kinderkirche sowie interessierte Familien in Benediktbeuern stattfinden. Das Programm wird von den Teilnehmenden selbst gestaltet. Es besteht aus thematischen Einheiten, Singen in der Basilika und am Lagerfeuer, Spielen und Basteln, einer kleinen Wanderung sowie einem Familiengottesdienst. Auch neue Familien sind herzlich willkommen!
Weitere Infos bei Pfarrerin Ehring.


Kontaktdaten:
Pfarrerin Dr. Christina Ehring
mit einem großem Team Ehrenamtlicher
Tel.: 089 99756115
E-mail: christina.ehring(@)elkb.de