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"Berichte"

Impulse und Neuigkeiten aus unserer Kirchengemeinde

Schließung Petruskirche

Wiedergabe des Schreibens aus dem Kirchengemeindeamt
Abteilung Dienstleistungszentrum Immobilien vom 14.11.2023

Immobilienstrategische Entwicklung im Dekanatsbezirk München und Auswirkungen auf die Gebäudekonzeptionen der Kirchengemeinden - speziell hier: Ökumenisches Zentrum

„Die deutlichen Veränderungen der Mitgliederzahlen der Evangelischen Kirche in Bayern hat Auswirkungen auf die finanziellen Spielräume der Kirchengemeinden. Dies wird sich besonders in den kommenden Jahren zeigen, in denen die geburtenstarken Jahrgänge aus dem Erwerbsleben ausscheiden und damit die Steuereinnahmen signifikant sinken werden.

Alle kirchlichen Ebenen sind daher aufgefordert, die jeweils eigene Arbeit zu priorisieren und, im Sinne des landeskirchlichen Entwicklungsprozesses „Profil und Konzentration"[PuK], Schwerpunkte zu setzen.

Die schwindende kirchliche Finanzkraft geht einher mit einem spürbaren Rückgang der Pfarrerinnen und Pfarrer im aktiven Dienst. Bis 2030 werden es 30 % weniger Hauptamtliche sein, die in den Gemeinden ihren Dienst tun. Das wird Auswirkungen auf die künftigen Nachbesetzungen haben. So manche Pfarrstelle wird unbesetzt bleiben. Auch hier gilt es in der Verteilung der Theologinnen und Theologen Schwerpunkte zu setzen.

PetruskircheDie Petruskirche in der Stockmannstraße 45, München Solln

Beide Entwicklungen, schwindende finanzielle Mittel und fehlendes Personal, brauchen entsprechende Antworten, wenn wir auf die kirchlichen Gebäude schauen. Nicht jedes Gebäude kann erhalten werden, nicht jedes Gebäude wird künftig gebraucht.

Aus dieser Gesamtschau hat die Landeskirche den Immobilienstrategieprozess angestoßen und eine Klassifizierung der Gebäude nach dem jeweiligen baulichen Zustand und der strategischen Bedeutung eingefordert. Die Verantwortlichen im Dekanatsbezirk München haben schon früh diese strategischen Herausforderungen aufgegriffen und bis heute in mehreren wichtigen Entscheidungen der Dekanatssynode fortgeführt. Eine entscheidende Zielsetzung stand dabei immer im Vordergrund: Wir wollen uns auf die Standorte und Gebäude konzentrieren, die langfristig für unsere kirchliche Arbeit unerlässlich sind. Im speziellen Fall [unserer] Kirchengemeinde war sehr schnell klar, dass das ökumenische Zentrum in diesem Prozess eine besondere Herausforderung darstellen wird. Als zweiter Standort und mit den bekannten baulichen Mängeln ist der finanzielle Aufwand für Unterhalt und Instandhaltung unverhältnismäßig hoch und belastet den kirchengemeindlichen Etat. Die geringe Auslastung des Gebäudes steht dazu in einem schlechten Verhältnis.

Die Ampel für baulichen Zustand und strategische Bedeutung des ökumenischen Zentrums in Solln stand daher schon zu einem frühen Zeitpunkt der Betrachtung auf Rot. Das heißt, dass künftig weder landeskirchliche Mittel für eine evtl. anstehende Sanierung zur Verfügung gestellt werden können, noch eine Unterstützung durch den Dekanatsbezirk zu erwarten ist.

[Unsere] Kirchengemeinde zeichnet sich in besonderer Weise durch ein sehr engagiertes Umweltbewusstsein aus. Auch dieser Aspekt spielt bei den immobilienstrategischen Entwicklungen eine wichtige Rolle. Die Dekanatssynode hat sich zum Ziel gesetzt, das kirchliche Leben im Dekanatsbezirk bis 2035 klimaneutral zu gestalten. Diese Entscheidung muss im Besonderen Auswirkungen auf die Gebäude haben, da hier die meisten Umweltbelastungen entstehen.

Als Konsequenz aus den dargelegten Problemstellungen, [wurde dem Kirchenvorstand dringend empfohlen, unsere Gebäudelasten zu reduzieren und uns] auf das Gemeindezentrum an der Apostelkirche zu fokussieren.“

Dieser Empfehlung folgend hat unser Kirchenvorstand am 20.11.2023 beschlossen die Petruskirche am 14.07.2024 zu entwidmen und am 31.07.2024 an den Eigentümer Evang.-Luth. Gesamtkirchengemeinde „zurückzugeben". Im Anschluss daran wurde die Gemeinde durch die Abkündigung des Beschusses und die Veröffentlichung des Beschlusses auf der Webseite informiert.

Der Kirchenvorstand hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Vorausgegangen ist unsere Gemeindeversammlung am 10.07.2022, auf der wir auf die aktuelle Situation unserer Gemeinde hingewiesen haben. Zudem fanden im Verlauf des Jahres 2023 mehrere Treffen mit den Gemeindegliedern des Petrussprengels statt.

Das kirchliche Leben in Solln soll nach der Schließung der Petruskirche im Gemeindezentrum der Apostelkirche konzentriert werden. Es wurden Arbeitsgruppen gebildet, die sich mit allen Themen, die Schließung der Petruskirche und das weitere Vorgehen nach der Schließung beschäftigen.

Dekan Christoph Grötzner verabschiedet sich

Liebe Leserinnen und Leser,
Liebe Gemeinde,

mit der Jahreslosung für das Jahr 2024 nehme ich von Ihnen Abschied.

„Alles bei euch geschehe in Liebe.“

(1. Korinther 16,14)

Am 2. Februar 2014 wurde ich in der Apostelkirche Solln in mein Amt als Dekan im Prodekanat München Süd und geschäftsführender Pfarrer der Evang.- Luth. Kirchengemeinde München Solln eingeführt. Der Prodekanatssitz war von der Himmelfahrtskirche Sendling nach Solln verlegt worden. Für die Kirchengemeinde eine große Umstellung. Die erste Pfarrstelle in Solln war nur noch eine halbe Pfarrstelle, dafür gab es eine andere halbe Stelle, die mit Schwerpunkt die Kinderkirche begleitete. Vieles ging nicht mehr in den bisher gewohnten Bahnen. Aus zwei Teilen der Kirchengemeinde, die je ihr Eigenleben führten, Petruskirche und Apostelkirche, wurde zunehmend eine Gemeinde Solln mit zwei Kirchen und einem hauptamtlichen Team.

Zehn Jahre sind seither vergangen. GU und die Homepage haben seither ihr Gesicht verändert. Das kontemplative Gebet, die Freitagsmahnwache für Friede, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung gehören zum Erscheinungsbild der Gemeinde ...

Die Veränderungen und Umbrüche sind immens. Symbolisch stehen dafür die Zahlen der Gemeindemitglieder. Waren wir zu meinem Stellenantritt im Jahr 2014 etwa 5.200 Gemeindemitglieder, so sind es zu Beginn des Jahres 2024 etwa 3.800 Menschen, die der Kirchengemeinde mit ihren beiden Sprengeln angehören. Ganz im Trend der Evangelisch- Lutherischen Kirche Deutschlands und Bayerns geht der rückläufige Trend ungebrochen weiter.

Verabschiedung von Dekan Christoph GrötznerDekan Christoph Grötzner mit Ehefrau Katharina

Damit verbunden sind große Veränderungsprozesse, die nicht immer leicht anzunehmen sind und waren, dazu gehörte auch die Zusammenlegung des Pfarrbüros in der Bertelestraße.

Meine Aufgabe war es, diese Veränderungsprozesse sowohl auf Dekanatsebene (z.B.: Landesstellenplan / Strukturprozess) wie auf regionaler und kirchengemeindlicher Ebene mit den zugehörigen Gremien zu gestalten und zu begleiten. Das war mitunter recht spannungsvoll und herausfordernd.

In meiner Gemeindetätigkeit war ich, anders als die Kolleginnen, schwerpunktmäßig mit geschäftsführenden, verwaltenden und Gremienaufgaben befasst. Wenig Zeit blieb mir außerhalb von Gottesdiensten, Trauungen, Taufen, Beerdigungen für Kontakte mit Gemeindemitgliedern. Der Versuch ehrenamtliche Seelsorge in der Kirchengemeinde einzuführen ist leider, nicht zuletzt Corona- und Krankheitsbedingt, nicht erfolgreich gewesen.

Das Jahr 2020 bedeutete für uns alle eine herbe Zäsur. Für mich kam mit dem Corona-„Lock-Down“-Wochenende 14./15.03.2020 mein persönlicher „Lock Down“, mein Herzinfarkt, von dessen Folgen ich mich nie so ganz erholt habe, andere Erkrankungen kamen vielmehr hinzu.

Ich habe vielen zu danken. Ich danke den Kolleginnen Pfarrerin Regina Hallmann und Pfarrerin Christina Ehring, die in der Zeit meiner vielen krankheitsbedingten Ausfälle, viel übernahmen. Auch Nicole Forster und Jenny Claus leisteten und leisten im Pfarramt großes. Ganz besonders möchte ich Frau Dr. Cornelia Albert nennen, die seit 2020 unserem Kirchenvorstand zusammen mit Matthias Doepner als Vorsitzende voransteht und die diese Aufgabe zusammen mit den Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorstehern wunderbar wahrnimmt. Und das in in jeder Hinsicht herausfordernden Zeiten: Die Zusammenarbeit zwischen den Kirchengemeinden der Andreaskirche Fürstenried, Jakobuskirche Pullach und Solln wird zunehmend intensiviert.

Verabschiedung von Dekan Christoph Grötzner durch Sekretärinnen

Die Personalsituation stellt innerhalb der Kirchengemeinde vor Herausforderungen. Die Kirchenmusikerstelle konnte dank großen Engagements vieler zumindest als halbe Stelle neu besetzt werden. Veränderungen bleiben nicht aus. Die Jugenddiakonenstelle wird es so nicht wieder geben. Die Pfarrstelle, die mit Schwerpunkt die Kinderkirche begleitete, wird nicht wieder besetzt. Wie wird die 1. Pfarrstelle mit welchen Stellenanteilen neu besetzt werden?

Die Rückgabe der Petruskirche an die Gesamtkirchengemeinde München bedeutet für viele einen intensiven und schmerzhaften Trauerprozess mit Erinnerungen an so erfüllte Zeiten.

Mich trägt das Vertrauen, dass wir inmitten aller Umbrüche und Veränderungen, die wir zu tragen und zu bewältigen haben, getragen sind. Es ist die EINE LIEBE, die uns trägt und der wir uns anvertrauen, von der es im 1. Johannesbrief heißt: „Gott ist die Liebe und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.“ (1 Johannes 4,16)

Es wäre wunderbar, wenn es uns gelänge aus der Haltung solcher Liebe, die Veränderungsprozesse, die uns aufgegeben sind, die persönlichen, die gesellschaftlichen, die kirchlichen … vertrauensvoll zu gestalten. Ganz im Sinne der Jahreslosung: „Alles bei euch geschehe in Liebe.“ (1 Korinther 16,14) Mit Freude erinnere ich mich an den schönen Abschied am 21.Januar 2014 in der Apostelkirche. Der Einsatz des erweiterten Bläserchores sowie das Violinen-Spiel von Ulrike Flemming haben mich sehr erfreut. Die vielen, vielen Worte, Gesten und Aufmerksamkeiten, die mich erreichten, taten mir bei aller Trauer gut.

Mit Dank für alle Gemeinschaft, Freundschaft, Liebe, die mir in der Weggemeinschaft in Solln zuteilwurde und hier schließe ich meine Frau Katharina mit ein, verbleibe ich mit den besten Wünschen an Sie: „Alles bei euch geschehe in Liebe.“

Herzlichst Ihr
Christoph Grötzner

Verabschiedung von Dekan Christoph Grötzner

Mit einem großen Gottesdienst am Sonntag, den 21.Januar in der Apostelkirche wurde Dekan Christoph Grötzner in den Ruhestand verabschiedet.

Mit dem Segen durch den Regionalbischof Thomas Prieto Peral für Christoph Grötzner und seine Frau Katharina Grötzner, die viele Jahre lang Meditationsgruppen für die Gemeinde angeboten hat, wurde er von seinen Dienstpflichten befreit.

Verabschiedung von Dekan Christoph Grötzner

Seit dem Jahr 2014 war Christoph Grötzner mit einer halben Stelle geschäftsführender Pfarrer hier in der Gemeinde in Solln und mit der anderen Hälfte seiner Stelle Dekan im Prodekanat München – Süd.

Das war (und ist immer noch) eine Zeit großer Umbrüche in den Gemeinden und in der ganzen bayrischen Landeskirche: Die Mitgliederzahlen sinken, die Finanzen werden weniger, Kirchen und Gemeindehäuser müssen geschlossen werden, die Stellen werden abgebaut.

Vieles kann nicht mehr so bleiben, wie es war. Darum wird die Zusammenarbeit der Gemeinden in den Regionen immer wichtiger. Christoph Grötzner hat sich als Dekan und Gemeindepfarrer der Begleitung und Strukturierung dieser Wandlungen mit großem Engagement gewidmet. Leider hat das dann seine Gesundheit angegriffen.

Und so mussten wir ihn in den Ruhestand verabschieden, mit großem Dank für seinen Einsatz und sein Engagement. Auch er bedankte sich bei allen, besonders bei den beiden Dekanatssekretärinnen Frau Steil (links im Bild) und Frau Fath (rechts) und den beiden Pfarramtssekretärinnen Frau Claus und Frau Forster (in der Mitte).

Verabschiedung von Dekan Christoph Grötzner durch Sekretärinnen

Jetzt führt der Weg das Ehepaar Grötzner in die neue (alte) Heimat Kaufbeuren – wir wünschen Christoph Grötzner alles Gute, Gesundheit und Gottes Segen für den Ruhestand, mit viel Zeit für die Familie, für die Enkel, fürs Wandern und Campen – und für den einen oder anderen Dienst in den Gemeinden. Aber jetzt nur noch Kür, nicht mehr Pflicht!

Regina Hallmann

Erntedankgottesdienst in der Petruskirche

Am 1. Oktober fand der Erntedankgottesdienst in der Petruskirche statt, begleitet vom Petruschor. Es gab Abendmahl mit Wein, Fladenbrot und Wein im großen Kreis der zahlreichen Gottesdienstbesucher.

Alle Spenden zum Erntedankfest , es waren viele schöne und leckere Sachen , gingen an den Isartaler Tisch und auch Geldspenden unterstützen die Tafel.

Erntedankgottesdienst in der Petruskirche 

Foto: Angelika Haas-Kraus

Die Friedensdekade. Wie alles anfing!

Geboren wurde die Idee zur FriedensDekade (anfangs „Friedenswoche“ genannt) in den Niederlanden. Dort hatte der „Interkirchliche Friedensrat“ die Friedenswoche eingeführt, um das Engagement der Kirchenmitglieder für Friedensfragen zu stärken.

In West- und Ostdeutschland wurde die Idee gleichzeitig im Jahre 1980 aufgenommen. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass die Kirchen und Gruppen in und außerhalb der Kirchen (in Ost- und Westdeutschland) gelernt haben, konstruktiv zusammen zu arbeiten und dass sie dies in ökumenischem Geiste tun. Die FriedensDekaden haben die Koinonia (Gemeinschaft) der Kirchen gefördert, den Zusammenhalt der Christinnen und Christen in Ost- und Westdeutschland verstärkt und das Friedensthema in ökumenischer Breite zu einem Schwerpunkt im Kirchenjahr gemacht. Ideen und Beispiele zu den Themen Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung sind schon frühzeitig im Rahmen der FriedensDekade verbreitet worden. Die FriedensDekaden haben wesentlich zur Vertiefung christlichen Friedenszeugnisses und zur Willensbildung in den Gemeinden und Kirchen beigetragen.

Informationen zu Andachten anlässlich der Friedensdekade 12. -20. November unter dem Motto sicher nicht - oder? finden Sie auf unsere Homepage

Plakat zur Ökumenischen Friedesndekade vom 12. bis 22. November 2023 

Quelle friedensdekate.de

Vielen Dank, liebe Paula!

Abschied Paula Munz 2023

Seit Juli 2021 hat Paula Munz die Leitung der Jugendarbeit in unserer Gemeinde ehrenamtlich übernommen. Von Lea Dunleavey, die zum Studium nach Rummelsberg ging, um sich zur Diakonin ausbilden zu lassen.

Paula hat es mit großem Engagement geschafft, die Jugend – und Konfileiter zusammenzuhalten, dass sie eine Gemeinschaft bilden, Jugendaktionen und Jugendgottesdienste stemmen, bei Konfirmandenfreizeiten und Projekttagen tatkräftig mitarbeiten und Freizeiten auf die Beine stellen (zuletzt eine große Wochenendfreizeit mit 22 Jugendlichen).

Mit unserem „dienstältesten“ Jugendleiter Daniel Lewandowski zusammen hat sie dafür gesorgt, dass es nicht an Nachwuchs mangelt und beide haben die Trainee-Kurse geleitet.

Darüber hinaus war Paula Vorsitzende des Jugendausschusses, der die Belange der Jugendarbeit zu Gehör bringt und über anstehende Projekte informiert. Und sie hat in langen überregionalen Gremiensitzungen mit anderen zusammen darüber nachgedacht und Konzepte entworfen, wie in Zukunft die Jugendarbeit in unserem Prodekanat ohne hauptamtliche Jugendmitarbeiter in Zeiten der Stellenkürzungen aussehen kann.

Da war ein ganz schöner Packen zusätzlich zum Studium der Architektur!
Vielen Dank, liebe Paula!

Jetzt zieht sie zum Weiterstudium nach Rom. So sehr wir Dir das gönnen – wir werden Dich vermissen, liebe Paula!

Wir haben sie im großen Jugend– und Konfileiterkreis verabschiedet, wo wir auch unsere Trainees nach ihrer ersten Konfi-Freizeit zum Ritter geschlagen, nein, zu Leitern ernannt haben.

Alles Gute in Rom und Gottes Segen auf Deinen Wegen!
Für alle Jugendmitarbeiterinnen und -mitarbeiter,

 

Pfarrerin Regina Hallmann

Willkommen in der Kinderkirche!

Hilde Konle

Mein Name ist Hilde Konle und ich freue mich, ab Herbst 2023 die Koordination unserer Kinderkirche übernehmen zu dürfen. In unserer Kirche gibt es nicht nur ein großes Martinsfest und ein festliches Krippenspiel, ein abwechslungsreiches Vorkonfirmanden-Programm und einen monatlich stattfindenden Kleinkind-Gottesdienst: Jeden Sonntag bietet die Apostelgemeinde parallel zum „großen“ Gottesdienst einen liebevoll gestalteten Kindergottesdienst an. Damit wir all die Angebote weiter so beibehalten können, brauchen wir dringend tatkräftige Unterstützung von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen. Voraussetzungen: Lust und Freude am Arbeiten mit Kindern und an der kindgerechten Darstellung biblischer Geschichten und Themen. Das Team der Kinderkirche freut sich, wenn Du / Sie dabei bist / sind! Und ich freue mich, all die Angebote zukünftig koordinieren zu dürfen.

 

Herzlichst,
Hilde Konle

Regionalbischof im Kirchenkreis München und Oberbayern ab November 2023

Thomas Prieto Peral stellt sich vor:

Was macht eigentlich ein Regionalbischof? Das war die erste Frage meiner 18-jährigen Tochter, als mich der Berufungsausschuss Ende Juli in dieses Amt gewählt hatte. Ich musste nicht lange überlegen mit meiner Antwort: unserer Kirche Zuversicht geben in den schwierigen Zeiten des Wandels und all den Menschen den Rücken stärken, die sich haupt- und ehramtlich für den Glauben engagieren!

Meine Tochter wollte es aber noch konkreter wissen: Und wie machst du das? Mich freute ja ihr Inte-resse an meinem neuen Amt und so kamen wir ins Gespräch: Ich möchte als Regionalbischof viel vor Ort sein in Gemeinden und Dekanatsbezirken und hören, was die anstehenden Themen sind. Dann wird es meine Aufgabe sein, die verantwortlichen Gremien und Personen dabei zu unterstützen, Entscheidungen zu treffen – wie die Arbeit thematisch neu ausgerichtet und konzentriert wird, von was Abschied genommen werden muss, wo Neues angegangen wird. Das werden nicht immer einfache Entscheidungen sein, aber klare Entscheidungen werden helfen, uns allen neue Kraft zu geben. Und bei all diesen Veränderungen ist es mir wichtig, dass die Seele mitkommt. Deshalb werde ich immer wieder dazu einladen, christliche Spiritualität neu zu entdecken und auf die Suche nach der „Resonanz des Ewigen“ zu gehen. Das tut gut und gibt Halt in diesen Zeiten.

Thomas Prieto Peral Portrait

Soweit mein kleines Gespräch mit meiner Tochter. Heute möchte ich mich auch Ihnen vorstellen als neuer Regionalbischof. Mein Name ist Thomas Prieto Peral, ich bin 57 Jahre alt und habe mit meiner spanischen (katholischen) Ehefrau drei erwachsene Kinder. Mein beruflicher Weg hat mich als Gemeindepfarrer zuerst nach Oberfranken und an den Stadtrand von München geführt. Ich war immer gerne Seelsorger, liebe schöne Gottesdienste und habe von Anfang an großen Wert auf das ökumenische Miteinander gelegt. So hatten meine nächsten beruflichen Stationen dann auch ökumenische Schwerpunkte. Ich habe mit internationalen Gemeinden in Bayern gearbeitet, Kontakte zu den orthodoxen Kirchen Osteuropas aufgebaut, habe zur christlichen Friedensethik geforscht und wurde dann Referent für Ökumene und die internationalen Partnerschaften der Landeskirche. Ich bin bei dieser Arbeit viel in der Welt herumgekommen und habe erlebt, wie kleinere und ärmere Kirchen in sehr viel schwierigeren Situationen überleben und auf beeindruckende Weise das Evangelium von Jesus Christus bezeugen. Vor allem im Irak und dem Nahen Osten konnte ich mit Kirchensteuermitteln un-serer Landeskirche viele Projekte unterstützen, von Schulen bis zum Neubau von Kirchen. Das hat mich dankbar gemacht und zuversichtlich, dass auch wir in Bayern und im Kirchenkreis unseren Weg als hoffnungsvolle Kirche finden werden.

Die letzte Station vor meinem jetzigen Amt war meine Tätigkeit als Theologischer Planungsreferent der Landeskirche. Die Frage dieser Jahre war: Wie kommen wir als Kirche weg vom Denken in Streich-listen und Kürzungen hin zu neuen Ideen, zur Klärung des Auftrags vor Ort und zu neuer Energie. Daraus wurde der Reformprozess „Profil und Konzentration“ (PuK), der in vielen Gemeinden Impulse für die Zukunft gegeben hat.

Noch ein paar Fakten über mich persönlich: Ich wurde in Mainz geboren, als Kind aus einer Winzerfamilie (mütterlicherseits) und einer Eisenbahnerfamilie (väterlich). Dass ich bis heute viel im Zug reise und dabei gerne mal ein Glas Wein trinke, ist mir quasi in die Wiege gelegt. Ich habe viel für mein Leben gelernt durch meine Zeit in der Evangelischen Jugend, von der ich bis heute ein großer Fan bin. Ich reise und wandere nicht nur gerne, sondern finde Begegnungen mit Kulturen und Religionen immer spannend. Himmlisches ist auch bei den kleinen Leidenschaften Thema: wenn ich gute Science-Fiction-Filme anschaue oder (leider zu oft) gute Schokolade nasche.

Ich hoffe, Ihre Gemeinde und vielleicht auch Sie bald kennenzulernen! Ihr

 

Thomas Prieto Peral Signatur

Thomas Prieto Peral

Eine Überraschung, ein Versuch: Abendgottesdienst

Am vierten Sonntag des Monats um 18:00 Uhr Abendgottesdienst in der Apostelkirche

Ein Projekt / Ein Versuch / Eine Überraschung

September 2023 bis März 2024 – Abendgottesdienst in der Apostelkirche um 18:00 Uhr

Achtung: An jedem vierten Sonntag keine Vormittagsgottesdienste

An jedem vierten Sonntag im Monat abends um 18:00Uhr Abendgottesdienst Mit einer anderen Form zu einer anderen (Gottesdienst-)Zeit wagt der Kirchenvorstand das Experiment, Ihnen ein anderes Gottesdienst-Angebot anzubieten.

Sie sind mit September eingeladen an jedem vierten Sonntag im Monat (24. September; 22. Oktober; 26. November; 24. Dezember; 28. Januar; 25. Februar; 24. März)

Etwas anders – und doch keine Revolution.

Der Abendgottesdienst wird in Form und Inhalt ein wenig anders sein.

Die Musik wird eine größere Rolle spielen. Ein Thema soll jeweils im Mittelpunkt stehen. Ein paar Gedanken werden Impulse geben. Natürlich wird auch gebetet. Der Segen am Schluss, wie die Eröffnung zu Beginn machen den Rahmen deutlich. Wir freuen uns darauf, dass für unterschiedliche Inhalte unterschiedliche Personen gestaltend tätig sein werden.

Worum geht es?

Um nichts anderes als bei anderen Gottesdiensten auch:

Zusammenkommen im Vertrauen auf Gott, Gemeinschaft spüren, miteinander singen, Musik hören, einen spirituellen Impuls bekommen, vielleicht währenddessen / vorher / nachher miteinander reden, Erlebnis und Erfahrungsort für christliche Gemeinde.
Kerzen Warum Christen Gottesdienst feiern?

Für mich zuallererst darum, um Gemeinschaft mit Gott und den Menschen zu erleben, Zusammengehörigkeit zu erfahren, Existentielles teilen, gegenseitige Bestärkung, Trost, Orientierung … Das wären auch Ziele für den Abendgottesdienst.

Warum am Abend und dann nur ein Gottesdienst?

Was sind die Hoffnungen / Ziele? – Was steckt dahinter?

Der Kirchenvorstand möchte deutlich machen: Dieser Gottesdienst ist an diesem Sonntag unser Gottesdienst, zu dem wir zusammenkommen und Gemeinschaft pflegen.

Der Kirchenvorstand hofft, dass durch die veränderte Uhrzeit und die veränderte Form vielleicht auch weitere Menschen Geschmack an dieser Form der Gemeinschaftspflege Gefallen finden.

Der Kirchenvorstand möchte lernen und hat sich so einen Erprobungszeitraum gesetzt (September 2023 bis März 2024). Ein Zeitraum, in dem alle Beteiligten eingeladen sind, aktiv Rückmeldung zu geben, um die veränderte Form zur „Hochform“ auflaufen zu lassen.

Der Kirchenvorstand ist behutsam und achtsam und wird diese Gottesdienste von September 2023 bis März 2024 beobachten, um dann zu entscheiden, ob aus diesem Experiment gegebenenfalls ein stabiles Angebot wird. Dieses Angebot würde dann mit September 2024 beginnen.

 

Wir freuen uns auf Sie.
Herzlichst Ihr Christoph Grötzner

Demokratie und Kirchenaustritte

In welcher Gesellschaft und Kirche wollen wir leben?

Beginnen möchte ich mit einem glühenden Bekenntnis: Ich bin leidenschaftlich gerne Christin und Demokratin. Beides gehört für mich ganz eng zusammen. Und das hat gute Gründe.

Blicken wir einmal auf die geschichtlichen Entwicklungen. Ganz am Anfang war die christliche Kirche eine Minderheit in der Gesellschaft. In den ersten 300 Jahren waren nur diejenigen Menschen Christen, die wahrhaftig an Christus geglaubt haben und die bereit waren, dafür sogar ihr Leben zu riskieren.

Denn Christsein war verboten. Ab dem Jahr 381 n. Chr. wurde das Christentum zur Staatsreligion. Nun waren alle anderen Glaubensrichtungen verboten und es stand unter Strafe, nicht Christ zu sein.

Und so blieb es durch die Jahrhunderte. Eine Religionsfreiheit war nicht denkbar, lag nicht im Horizont des Möglichen. Kirche und Staat waren eng miteinander verknüpft und das Christsein ein selbstverständlicher Teil der gesellschaftlichen Pflichten aller Menschen. Wer nicht in der Kirche war, wurde aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Martin Luther beispielsweise wurde 1521 aus der Kirche ausgeschlossen und damit auch gesellschaftlich geächtet und für vogelfrei erklärt. Würden wir in solch einer Kirche und Gesellschaft heute leben wollen? Die Frage lässt sich mit einem klaren Nein beantworten.

Martin Luther selbst hat übrigens von einer großen, sichtbaren Kirche gesprochen, der alle getauften Menschen angehören. Und von einer sehr viel kleineren, unsichtbaren Kirche, die in der sichtbaren Kirche enthalten ist und zu der nur die wahrhaft gläubigen Menschen gehören. Also waren auch damals nicht alle Kirchenmitglieder wirklich auch gläubige Christen. Wie viele Menschen wären wohl zur Zeit Luthers aus der Kirche ausgetreten, wenn ein Austritt im Rahmen des Möglichen gelegen hätte?
Ein- und Ausgänge In der Zeit nach der Reformation war die Frage, ob man der protestantischen oder der katholischen Kirche angehörte, nicht aber, ob man überhaupt Kirchenmitglied sein wollte. Zwischen Protestanten und Katholiken herrschte ein erbittertes Gegeneinander, das auch eine der Ursachen des 30jährigen Krieges von 1618 bis 1648 war. Wollen wir zu einem solchen Gegeneinander zurück? Auch hier ein klares Nein.

Nach dem ersten Weltkrieg wurden erstmals in der Geschichte Deutschlands grundlegende Freiheits- und Menschenrechte in der Verfassung verankert, mit ihnen auch das hohe Gut der Religionsfreiheit. Heute ist diese im Artikel 4 des Grundgesetzes festgehalten. Und erst seit dem Ende des 2. Weltkrieges hat sich in unserem Land eine stabile Demokratie herausgebildet, die der Rahmen dafür ist, dass wir in Frieden, Freiheit und Wohlstand leben dürfen und dass sich die Menschen- und Freiheitsrechte langsam aber sicher in der Gesellschaft durchsetzen. Wollen wir an dieser Gesellschaftsordnung etwas ändern? Hoffentlich nicht.

Meiner Ansicht nach sind die steigenden Zahlen der Kirchenaustritte eine zwangsläufige Folge unserer liberalen Gesellschaft, unserer Demokratie und unserer Religionsfreiheit. Eine Gesellschaft, in der alle Menschen Kirchenmitglieder sind, gehört der Vergangenheit an und wird es auch nicht wieder geben. Jedenfalls nicht in Verbindung mit Demokratie, Frieden und Freiheit. Und in einer Gesellschaft, in der die Menschen zwangsweise Kirchenmitglieder sind, möchte ich nicht leben.

Wir werden uns als christliche Kirche daran gewöhnen müssen, wieder zu einer Minderheit in der Gesellschaft zu werden. So, wie es am Anfang war. Kirchenmitglieder werden diejenigen sein, die wirklich an Christus glauben und denen ihr Glaube wichtig ist. Und die waren schon immer gesellschaftlich gesehen eine Minderheit. Es macht also wenig Sinn, wenn wir uns wünschen, dass die Kirchen wieder voll wären.

Natürlich müssen sich die Kirche und die Gemeinden auf die sich verändernde Situation einstellen. Unser Kirchensteuersystem und das starke diakonische Engagement der Kirche stammen aus der Zeit, in der eine Kirchenmitgliedschaft selbstverständlich war. Ob sie in Zukunft noch eine tragfähige Basis sein werden, darf bezweifelt werden. Die Organisationsstruktur der Kirche wird sich verändern müssen. Finanzielle und personelle Ressourcen werden dramatisch schrumpfen. Schließungen von Gebäuden und Zusammenlegungen von Gemeinden werden unausweichlich sein. Doch je eher wir anfangen, diesen Prozess zu gestalten, desto weniger laufen wir Gefahr, von den Entwicklungen überrannt zu werden.

Auf dem Spiel steht nicht unser Leben. Auch nicht unsere Existenz als Christ*innen und unser Glaube. Und das ist es doch, worauf es ankommt. Nur vielleicht auf die eine oder andere liebgewonnene Gewohnheit werden wir verzichten müssen. Dafür gewinnen wir neue Perspektiven und Einsichten hinzu. Ich bin überzeugt, das wir das schaffen werden. Mit Gottes Hilfe.

 

Pfarrerin Ortrun Kemnade-Schuster

SüdRegion – Evangelisch zwischen Isar und Würm

Schon seitdem ich, Christoph Grötzner, im Februar 2014 in Solln ankam, gab es die Zusammenarbeit der drei Kirchengemeinden: Der Jakobuskirche in Pullach, der Andreaskirche in Forsten- und Fürstenried mit Neuried und der Apostel-Petruskirche in Solln. Damals war noch die auf der anderen Seite der Isar gelegene Kirchengemeinde der Thomaskirche in Grünwald mit dabei. Diese Kirchengemeinde hatte sich schon bald für die Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde der Emmauskirche in Harlaching entschieden.

Seit vielen Jahren feiern wir am Himmelfahrtstag gemeinsam Gottesdienst auf der Kreuzwiese im Forstenrieder Park. Weitere gemeinsame Gottesdienste sind dazu gekommen: Zum Jahreswechsel, am Buß- und Bettag, am Reformationstag, dem zweiten Feiertag zu Weihnachten, Ostern und Pfingsten. Auch den Jahreswechsel begehen wir gemeinsam. Die Bläserinnen und Bläser der Kirchengemeinden haben große Freude am gemeinsamen Spiel, und so sind diese gemeinsamen Anlässe häufig auch Anlass für gemeinsames Bläserspiel.

Die Pfarrämter vertreten sich gegenseitig, und selbstverständlich vertreten sich auch die Pfarrerinnen und Pfarrer der Kirchengemeinden gegenseitig bei unterschiedlichen Anlässen. Die Kirchenvorstände trafen sich zur ersten gemeinsamen Beratung 2019 und wollten dies 2020 fortsetzen. Corona-bedingt kam es erst im Sommer 2023 zu einer Fortsetzung mit Überlegungen, wie wir unsere Zusammenarbeit weiter vertiefen und nachhaltig gestalten können.

Der technische Begriff „Subregion“ wurde erfunden, um die Region des Prodekanats München Süd mit seinen elf Kirchen-Gemeinden zwischen Westend und Grünwald, Giesing und Fürstenried in drei Regionen der Zusammenarbeit zusammenzuführen. Wir, die drei Kirchengemeinden zwischen Isar und Würm, zwischen Pullach und Neuried, um es kommunal auszudrücken, sind noch auf der Suche nach unserem Namen. Vorerst „Evangelisch zwischen Isar und Würm“.

Um Ihnen, den Gemeindemitgliedern ein „Gefühl“ für diese Gemeinschaft der drei verschiedenen Kirchengemeinden zu geben, stellen wir Ihnen in dieser Ausgabe von GU die drei Kirchengemeinden kurz vor und zitieren damit eine Veröffentlichung aus einem jüngst in Pullach erschienenen Gemeindebrief:

 

Drei Gemeinden stellen sich vor:

Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Solln

Mit ihren beiden Kirchen Apostel- und Petruskirche hat sie seit vielen Jahrzehnten ein starkes kirchenmusikalisches Profil. Ein weiteres ist die „Kinderkirche“ mit sonntäglichen Kindergottesdiensten. Ebenso gehört eine vitale Konfirmandenarbeit Jahr für Jahr zum Selbstverständnis der Kirchengemeinde, die sich über eine ehrenamtlich getragene Jugendarbeit freut.

Dohlen im Kirchturm erzählen von einem lange gepflegten Umweltbewusstsein. Im Keller das Blockheizkraftwerk, auf dem Dach die Solarzellen, im Herzen das

Kirchengebäude

Streben nach Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung („Konziliarer Prozess“). Der Arbeitskreis Umwelt ist stolz über einen der ersten Grünen Gockel in Bayern.

Der Konziliare Prozess verbindet sich mit dem Versöhnungsgebet von Coventry an jedem Freitag, auch am Freitag nach dem Weltuntergang, in der Mahnwache, der eine Andacht mit Gespräch und Gebet folgt. Die spirituelle Seite erfährt eine besondere Note durch das wöchentlich zweimal stattfindende Angebot zur Kontemplation.

Kirchengebäude

Dekan Christoph Grötzner

 

Andreas ist bunt.

So lautet unser Motto für die vielfältigen Angebote. 25 Gruppen und Kreise decken sehr unterschiedliche Bereiche für alle Altersgruppen ab. Ein Schwerpunkt ist die Kirchenmusik, ein anderer die gemeindenahe Diakonie mit dem Evangelischen Sozialdienst (ESD). Drei Pflegeheime werden von uns seelsorgerlich betreut. Außerdem gibt es regelmäßige Geburtstagseinladungen zum "Andreascafé".

Kirchengebäude

Aktiv ist auch die Arbeit mit Kindern, Familien, Konfirmand*innen und Jugendlichen. Als besonderes Aushängeschild gibt es das Projekt KonfiKids für Drittklässler. Der Umwelt-Arbeitskreis sorgt im Rahmen des Grünen Gockels (Zertifizierung 2014) für die Photovoltaikanlage, dazu für Akkusitzkissen, eine Nachhaltigkeits- Liste für unsere Stadtteile und CleanUps um die Kirche.

Am 1. Advent 2023 feiern wir das 60jährige Bestehen und hoffen, dass in der Andreaskirche noch lange Menschen eine geistliche Heimat finden und Andreas so bunt bleiben möge, wie es ist.

Pfarrerin Ortrun Kemnade-Schuster

www.ev-andreasgemeinde.de

 

Die Jakobuskirche

Kirchengebäude

ist die jüngste und kleinste der drei Gemeinden. Ihr Gebiet ist auf Pullach begrenzt, mit den drei Ortsteilen Großhesselohe, Gartenstadt und Höllriegelskreuth; dazu die kleine Siedlung direkt an der Isar. Als Filialkirche wurde sie 1954 von der Apostelkirche aus gegründet.

Zunächst war die Kirche als ein Provisorium gedacht. Durch immer weitere An- und Umbauten wurde sie, was sie heute ist: ein auf einen engen Gebäude- Komplex begrenztes und doch für alle offenes Haus Gottes. Ihr vielfältiges Angebot spiegelt das eindrucksvoll wider.

Einen Höchststand erreichte sie 1978 mit der Zahl von ca. 2500 Gemeindegliedern. Seitdem sind die Zahlen rückläufig; aktuell gehören ihr noch 1715 Menschen an. Sollte die Gemeinde den Trend nicht aufhalten können, verliert sie u.a. den Anspruch auf eine eigene Pfarrstelle.

Pfarrer Martin Zöbeley

www.jakobuskirche-pullach.de

 

Ihre Dekan Christoph Grötzner

Klopfet an, so wird euch aufgetan.

Abschied von Pfarrerin Christina Ehring

Pfarrerin Christina Ehring

Liebe Gemeinde!

„Bittet, so wird euch gegeben; suchet,
so werdet ihr finden;
klopfet an, so wird euch aufgetan.“

(Mt 7,7)

Dieser Vers stand auf der Einladung zu meiner Einführung in Solln im April 2015. Er begleitet mich als Pfarrerin schon seit meiner Ordination und hat sich immer wieder als ein guter Ratgeber erwiesen:

„Klopfet an, so wird euch aufgetan.“ – Die wichtigste Fähigkeit im Pfarrberuf (und vielleicht auch im Leben), sich vor dem Anklopfen an fremde Türen – im konkreten wie im übertragenen Sinne – nicht zu fürchten, hatte ich zum Glück schon von meinem Mentor im Vikariat gelernt. Hier in Solln standen dann sehr viele Türen bereits ohne Anklopfen weit offen. Sehr herzlich und wohlwollend haben Sie mich damals als neue Pfarrerin aus dem Norden aufgenommen. Dafür an dieser Stelle mein ganz herzlicher Dank!

Und auch suchen muss man hier nie lange: Immer finden sich Menschen, die mitarbeiten, die mit ihrer Zeit und Kompetenz, ihrem Vermögen, ihren Ideen und viel Engagement dazu beitragen, dass unsere Gemeinde einladend und lebendig ist. Das ist ein großes Geschenk!

Und das Bitten? Das ist die Kraft, die alles zusammenhält. Es sind ja nie nur unsere Arbeit und guten Ideen, die unser Leben und das unserer Gemeinde ausmachen, sondern vor allem das Vertrauen und die Hoffnung, die wir teilen; der Dank und die Bitte im Gebet miteinander und füreinander.

Nun ist für mich die Zeit gekommen, eine neue Aufgabe anzunehmen und mich von Ihnen zu verabschieden:
mit großer Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit, für viele schöne Gottesdienste, die wir zusammen gefeiert haben, für viele gelungene Projekte (von den Christusbildern bis zur Waldweihnacht …), für die gute Zusammenarbeit im Kirchenvorstand, in der Kinderkirche und im hauptamtlichen Team, für Ihr Vertrauen, wenn ich Sie bei einer Taufe, Konfirmation, Trauung oder Beerdigung begleiten durfte, und für zahlreiche vertrauensvolle Gespräche und Begegnungen.

Für alle anstehenden Aufgaben und Entwicklungen wünsche ich unserer Gemeinde Mut und Vertrauen und Ihnen allen Gottes Segen – und bin auch weiterhin ganz gewiss, im Kleinen wie im Großen: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.“

 

Ihre Pfarrerin Christina Ehring

P.S.: Sie sind herzlich eingeladen zu meiner Einführung als Hochschulseelsorgerin am 22.10. um 11:15 Uhr in der St. Markuskirche, Gabelsbergerstraße 6.